Politik

Die CSU-Landesgruppe hat viel zu bereden. (Foto: dpa)

06.01.2026

Winterklausur: So will die CSU die AfD kleinkriegen

Die CSU will nicht nur mit der Forderung einer Abschiebeoffensive AfD-Wähler umstimmen. Auch die Stärkung der Wirtschaft ist dafür essenziell, meint der Chef ihrer Bundestagsabgeordneten

Für den Chef der CSU-Bundestagsabgeordneten, Alexander Hoffmann, ist die Stärkung der Wirtschaft eines der zentralen Themen, um die Zustimmungswerte für die AfD wieder zu senken. Was die Menschen motiviere, die AfD zu wählen, sei "Verunsicherung in vielerlei Hinsicht", sagte Hoffmann vor Beginn der Winterklausur der CSU-Landesgruppe im oberbayerischen Kloster Seeon dem Deutschlandfunk. Das sei "definitiv das Thema Migration", aber auch die "Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung im Land, zum Teil auch Sorge um den eigenen Arbeitsplatz". 

Deshalb wolle die CSU den Wirtschaftsstandort Deutschland fit machen. "Die Menschen brauchen Sicherheit, was ihren Arbeitsplatz angeht, was die Beschäftigung angeht. Und dann können wir mit guter Politik die AfD-Werte verändern in die richtige Richtung", sagte der Landesgruppenchef. 

"Nicht durch die Krise sparen"

Zur Frage, ob etwa das von der CSU geplante Vorziehen von Unternehmenssteuersenkungen finanzierbar sei, sagte Hoffmann in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart": Man dürfe sich nicht durch die Krise sparen. "Es geht darum, die Stimmung im Land zu verändern, deswegen ist der Bereich Wirtschaft der erste Ansatzpunkt." Zudem habe man die Bürokratie im Blick, im Umweltbereich etwa bei der Beteiligung von Umweltverbänden: Diese koste Geld und mache Verfahren langwierig. "Auch, wenn wir nach Brüssel gucken, wollen wir dort eine deutliche Verschlankung erreichen", sagte er. 

Hoffmann hatte das Amt des Landesgruppenchefs nach der Bundestagswahl im vergangenen Februar von seinem Vorgänger Alexander Dobrindt übernommen, der Innenminister wurde. Für Hoffmann ist es die erste Klausur, die er verantwortet. (dpa)
 

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