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Der Verein für Fraueninteressen gilt als Keimzelle der bürgerlichen Frauenbewegung in Bayern. Doch längst profitieren auch andere Bevölkerungsgruppen vom vielfältigen Engagement seiner Mitglieder. So können neben Müttern auch Väter vom Angebot „Zu Hause Gesund Werden“ Gebrauch machen. Die Helferinnen entlasten so Eltern, wenn die Kinder krank werden und sie dennoch arbeiten müssen. (Foto: Kuschel Photography).

10.01.2020

Kämpfer für die Frauenrechte

Ein Münchner Verein bietet seit 125 Jahren für Frauen in Notsituationen und deren Kinder vielfältige Hilfsangebote

Lesebuch, Federmäppchen und Schreibblock liegen schon auf dem Tisch – Moussa und seine Lesepatin Katrina plaudern ein wenig, dann schlägt der Achtjährige sein Lesebuch auf. Moussa liest den Text vor, erzählt den Inhalt in seinen Worten nach. Katrina entwirrt die Fäden. Moussa schreibt einen Satz auf, die Lesepatin verbessert. Als die Stunde zu Ende ist, stehen auf dem Papier vier Sätze. Moussa ist stolz darauf.

Der Zweitklässler ist eines von rund 800 Kindern der Münchner Aktion Lesezeichen – Katrina ist eine der 450 ehrenamtlichen Patinnen und Paten. Freude am Lesen und Lernen will „Lesezeichen“ wecken, das Selbstbewusstsein bei Kindern und Jugendlichen stärken. Gegründet wurde die Initiative vor elf Jahren.

Trägerverein ist die Organisation Tatendrang, eine Agentur, die dabei hilft, ein Ehrenamt zu finden. Und deren Trägerverein wiederum ist der Verein für Fraueninteressen, eine vor 125 Jahren gegründete Institution, die in ganz Bayern ihre Spuren hinterlassen hat und noch immer hinterlässt. Sie ist die Keimzelle der bürgerlichen Frauenbewegung im Freistaat.

Der Name Verein für Fraueninteressen ist sperrig, der der ursprünglichen Organisation noch viel mehr: „Gesellschaft zur Förderung geistiger Interessen der Frau“ nannten 1894 Münchner Frauen aus dem Groß- und Bildungsbürgertum ihren Verein. Nach außen gab man sich unpolitisch, doch die Ziele waren brisant: bessere Bildungs- und Berufschancen für Mädchen und Frauen, Gleichstellung von Mann und Frau. 1899 wurde aus der Gesellschaft der „Verein für Fraueninteressen“, dem unter anderen 13 Professorengattinnen, Frauen von Hofbeamten und die Schwiegermutter von Thomas Mann angehörten. Auch Männer durften. (...)

(Ina Kügler)

 

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Ausgabe Januar/Februar von UNSER BAYERN, das der BSZ Nr. 2/2020 beiliegt.

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