Wirtschaft

Atemwegserkrankungen und psychische Leiden verursachen die meisten Ausfalltage, unterscheiden sich aber deutlich in der Dauer. Fotos: (dpa/Zoonar/stockfotos-mg)

25.01.2026

Bayern waren 2025 seltener krankgeschrieben

Neue Zahlen zeigen: Beschäftigte in Bayern fehlen seltener krankheitsbedingt als im Bundesdurchschnitt – aber psychische Erkrankungen spielen eine wachsende Rolle

Bayerische Arbeitnehmer sind seltener krankgeschrieben als der deutsche Durchschnitt. Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat Zahlen für den Freistaat ermittelt, die der dpa vorab vorliegen. Und die sind mit durchschnittlich 17,2 Tagen pro versichertem Arbeitnehmer nicht nur um 2,3 Tage niedriger als im Bundesschnitt, sondern auch um minimale 0,2 Tage niedriger als vor einem Jahr. Im Gesundheitsvergleich der Bundesländer liegt Bayern damit – knapp hinter Baden-Württemberg – auf Platz zwei.

Atemwegserkrankungen vor Psyche und Muskel-Skelett-System

Die meisten Krankentage gingen dabei auf das Konto von Atemwegserkrankungen. Diese machten im Schnitt 3,3 Tage aus. Dicht dahinter folgen mit je 3,1 Tagen psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems wie Rückenschmerzen. Vor allem die psychischen Erkrankungen nahmen mit 5,5 Prozent mehr Krankentagen zu. Atemwegserkrankungen waren dagegen für 2,1 Prozent weniger Ausfall verantwortlich.

Auffällig beim Vergleich der Erkrankungsarten ist dabei die unterschiedliche Länge. Psychische Erkrankungen sorgten im Schnitt für gut 35 Ausfalltage, Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems für gut 14 Tage und Atemwegserkrankungen nur für gut 5 Tage.

Auf hohem Niveau eingependelt

„Unsere Daten zeigen, dass sich seit Einführung der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Jahr 2022 der Krankenstand auf hohem Niveau eingependelt hat“, sagt DAK-Landeschef Rainer Blasutto. Die Einführung der elektronischen AU hatte zu einem deutlichen Anstieg der Zahlen geführt, der sich aber vor allem dadurch erklärte, dass mit ihr – anders als in Zeiten der Papi er-AU – alle Krankschreibungen auch bei den Kassen erfasst werden.

Große Chancen für eine Verbesserung sieht Blasutto im betrieblichen Gesundheitsmanagement. „Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur sind ein wichtiger Hebel, um den Krankenstand zu senken.“ (dpa)

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