Wirtschaft

Bayern setzt bei der Energieversorgung verstärkt auf Rohölimporte aus Kasachstan. (Foto: dpa/Nic Coury)

13.04.2026

Bayern will mehr Öl aus Kasachstan

Derzeit ist Rohöl auf dem Weltmarkt gefragt und teuer zugleich. Während es an der Straße von Hormus Lieferengpässe gibt, vermeldet Bayern ein neues Abkommen mit einem anderen Erdölförderer

Bayern will in Zukunft mehr Rohöl aus Kasachstan importieren. „Das ist in der aktuellen Situation an der Straße von Hormus ein absoluter Lichtblick für Bayern. Es erhöht langfristig unsere Energiesicherheit“, sagte Bayerns Europaminister Eric Beißwenger (CSU) nach Angaben der Staatskanzlei bei seinem Besuch in der kasachischen Hauptstadt Astana. Wie viel Öl künftig konkret geliefert werden soll, blieb aber offen. Die Staatskanzlei selbst sprach nach dem Treffen mit dem kasachischen Energieminister Jerlan Akkenschenow von einem „überraschenden Erfolg“.

Energiepartnerschaft soll ausgebaut werden

Bislang erhält Bayern rund 50 Prozent seines Erdöls aus Kasachstan. Schon 2025 hatte das Land seine Lieferungen um 44 Prozent gesteigert. Im Gegenzug bot Beißwenger an, den Ausbau der erneuerbaren Energien in Kasachstan mit bayerischer Technologie zu unterstützen.

„Wir stärken unsere außenwirtschaftliche und geopolitische Widerstandsfähigkeit durch die Neuauflage der Zusammenarbeit mit Kasachstan“, sagte Beißwenger bei der Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung. Gerade in Zeiten globaler Verwerfungen setze Bayern auf Diversifizierung, verlässliche Partnerschaften und neue Märkte – „immer auf der Grundlage von Rechtssicherheit und wechselseitigem Nutzen. Nur wenn beide Seiten profitieren, entstehen stabile Partnerschaften.“

Interesse an langfristiger Zusammenarbeit

Bayern sei aufgrund seiner wirtschaftlichen Stärke für Kasachstan besonders interessant, betonte laut Angaben der kasachische Außenminister Alibek Kuantyrow. Deshalb bestehe großes Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit. Kasachstan leiste einen erheblichen Beitrag für die Versorgung Deutschlands mit Rohstoffen und Seltenen Erden und erhoffe sich seinerseits Unterstützung bei der Erkundung, Förderung und Verarbeitung. (dpa)

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