Wirtschaft

AMS muss für eine Übernahme von Osram auf mindestens 62,5 Prozent der Osram-Anteile kommen. (Foto: dpa/Matthias Balk)

01.10.2019

Bieterrennen um Osram

Der österreichische Halbleiterhersteller AMS hat sich weitere Anteile gesichert

Im Bieterrennen um den Leuchtenhersteller Osram hat sich der österreichische Halbleiterhersteller AMS weitere Anteile gesichert - ist aber noch ein gutes Stück von der Zielgeraden entfernt. AMS halte bereits rund 15 Prozent der Osram-Aktien, weitere 10 Prozent seien AMS inzwischen schon angedient worden, sagte eine Sprecherin am Dienstagmittag.

Bedingung für die Übernahme ist, dass AMS auf mindestens 62,5 Prozent der Osram-Anteile kommt. Institutionelle Investoren entscheiden sich aber in der Regel erst kurz vor Ablauf der Angebotsfrist. Das AMS-Angebot läuft am Dienstag um 24.00 Uhr aus. Mit der Bekanntgabe des Ergebnisses wird wegen des Tags der deutschen Einheit erst am Freitag gerechnet.

Medienberichten zufolge will der zweitgrößte Osram-Aktionär, die Allianz-Tochter AGI, ihre 9 Prozent an AMS verkaufen. AGI wollte die Berichte nicht kommentieren. Die Osram-Aktie lag am Dienstagmittag bei 39,50 Euro und damit unter den von AMS angebotenen 41 Euro. Das Angebot der US-Finanzinvestoren Bain Capital und Carlyle in Höhe von 35 Euro je Aktie läuft ebenfalls am Dienstag aus, spielt aber de facto keine Rolle mehr. Die AGI hatte es sofort als zu niedrig abgelehnt, Bain und Carlyle wurden nicht einmal 1 Prozent der Osram-Aktien angeboten, die Annahmeschwelle liegt bei 70 Prozent.

Bain hatte zwar mit der Investmentgesellschaft Advent als neuem Partner zusammen noch ein weiteres Angebot angekündigt, aber nichts mehr nachgelegt. Die Finanzierung stehe nicht, und die Investoren hätten auch ihre Prüfung der Osram-Bücher noch nicht abgeschlossen, hieß es aus Finanzkreisen.

Die IG Metall lehnt eine Übernahme von Osram durch die kleinere, hoch verschuldete AMS ab und fürchtet eine Zerschlagung des Lichtkonzerns. Auch das Osram-Management hat Bedenken.
(Roland Losch, dpa und Stephan Keil, dpa-AFX)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Jahresbeilage 2019

Nächster Erscheinungstermin:
29.November 2019

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 30.11.2018 (PDF, 37 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.