Wirtschaft

Bis 2040 werden rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Renteneintrittsalter überschritten haben. (Foto: dpa/INSIDE-PICTURE)

23.06.2026

Bis 2040 gehen 13,3 Millionen Erwerbstätige in Rente

Deutschland steht in den nächsten Jahren eine Welle an Renteneintritten bevor. Das Statistische Bundesamt warnt: „Jüngere Altersgruppen werden die Babyboomer zahlenmäßig nicht ersetzen können.“

Deutschland steht vor einer großen Ruhestandswelle. Bis 2040 werden rund 13,3 Millionen Erwerbspersonen das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben.

Das entspricht fast einem Drittel aller Menschen, die dem Arbeitsmarkt im Jahr 2025 als Beschäftigte oder Arbeitslose zur Verfügung standen. Das teilte das Statistische Bundesamt auf Grundlage erster Ergebnisse des Mikrozensus 2025 mit.

Babyboomer hinterlassen große Lücke

Besonders ins Gewicht fällt, dass die geburtenstarken Jahrgänge nicht durch jüngere Altersgruppen ersetzt werden können. Die 60- bis 64-Jährigen stellten 2025 trotz ihres nahenden Ruhestands noch 4,5 Millionen Erwerbspersonen.

In der Gruppe der 55- bis 59-Jährigen waren weitere 5,5 Millionen Menschen am Arbeitsmarkt aktiv. Zusammen kommen diese beiden Altersgruppen auf rund zehn Millionen Erwerbspersonen.

Jüngere Jahrgänge sind kleiner

Die nachrückenden jüngeren Generationen erreichen diese Zahl nicht. Das Statistische Bundesamt warnt deshalb: „Jüngere Altersgruppen werden die Babyboomer zahlenmäßig nicht ersetzen können.“

Die Entwicklung dürfte den Arbeitskräftemangel in vielen Branchen weiter verschärfen.

Mehr Erwerbstätigkeit im Alter als mögliche Antwort

Als eine mögliche Gegenmaßnahme wird diskutiert, die Erwerbsbeteiligung älterer Menschen zu erhöhen. Damit könnten Beschäftigte länger im Arbeitsmarkt bleiben, wenn sie dazu in der Lage und bereit sind. (dpa)

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