Wirtschaft

Anwohner der Region Rosenheim demonstrieren in der Innenstadt gegen den Bau einer neuen Trasse für den Nordzulauf im bayerischen Inntal. (Foto: dpa/Peter Kneffel)

01.07.2019

Demo gegen Bahntrasse im Inntal

Bahn will Neubaustrecke statt nur Ausbau

Mit Trillerpfeifen und in roten Westen haben Bürgerinitiativen am Montagmorgen in Rosenheim gegen den geplanten Neubau einer zweigleisigen Bahntrasse durch das Inntal demonstriert. "Bestand modernisieren statt Heimat zerstören", war auf Transparenten zu lesen. Den Veranstaltern zufolge beteiligten sich rund 100 Menschen.

Aber nach einer Sitzung von Projektbeirat und Regionalforum ist der Ausbau der bestehenden Bahnstrecke durchs bayerische Inntal Richtung Brenner als dauerhafte Alternative zu einer Neubaustrecke vom Tisch. Dies sei geprüft worden. "Und die klare Antwort: Nein, das ist es nicht", sagte der Projektleiter der Bahn, Torsten Gruber, am Montag in Rosenheim. Die Bürgerinitiativen reagierten enttäuscht.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sagte, es müsse den Anliegen in der Region Rechnung getragen werden. Es gehe aber auch darum, Güterverkehr auf die Schiene zu bringen und internationale Verpflichtungen zu erfüllen. Andernorts freuten sich die Bürger über moderne Neubaustrecken. Die Bahn legte fünf Vorschläge für den Trassenverlauf vor. Eine dieser Trassen würde zu großen Teilen im Tunnel liegen - weshalb sie seitens der Politik auf Sympathien stößt.

Die neue Strecke soll die Kapazitäten zum Brenner-Basistunnel erweitern, der ab etwa 2028 mehr Güter auf die Schiene bringen und die Brennerroute vom Lastwagenverkehr entlasten soll. Bis zu 400 Züge täglich könnten durch den neuen Tunnel unter dem Alpenhauptkamm rollen. Eine Neubaustrecke auf deutscher Seite könnte nach Schätzungen frühestens 2038 fertig sein. Bis dahin aber reiche die bestehende Strecke, die dafür modernisiert werden solle, hieß es.
(Sabine Dobel, dpa)

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