Wirtschaft

Unzureichende Frachtkapazitäten bremsen die wirtschaftliche Erholung. (Foto: dpa/Marcus Brandt)

02.11.2021

Einkaufsmanagerindex gesunken

Lieferprobleme drücken Industriestimmung im Euroraum

Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Oktober erneut eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens IHS Markit gab zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 58,3 Zähler nach, wie Markit am Dienstag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Die Erstschätzung hatte 58,5 Punkte ergeben. Nachschubprobleme aufgrund weltweiter Lieferengpässe hätten für Produktionsunterbrechungen und geringere Auftragszuwächse gesorgt, hieß es.

Die Industrie in der Eurozone habe weiter an Schwung verloren, führten die Marktforscher weiter aus. "Dass sich die Lieferzeiten so drastisch verlängerten wie selten zuvor, zeigt, wie gravierend die Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Produktionsmaterialien tatsächlich waren." Die Einkaufs- und Verkaufspreise seien daher mit Rekordgeschwindigkeit gestiegen.

"Die verschlechterte Liefersituation zog die Industrieproduktion im Oktober stark in Mitleidenschaft", erläuterte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Die Lieferzeiten für Rohstoffe hätten sich so drastisch verlängert wie nur zwei Mal seit Umfragebeginn vor etwa 25 Jahren. Neben Produktionsengpässen bei den Zulieferern seien auch immer häufiger Logistikprobleme aufgetreten, etwa aufgrund fehlender Schiffscontainer.

Derzeit bestehen im Welthandel zahlreiche Engpässe, die sich überwiegend auf die Corona-Pandemie zurückführen lassen. Markit zählt dazu unzureichende Frachtkapazitäten, Hafenüberlastungen, einen Mangel an Personal wie Lkw-Fahrer und andere Transportverzögerungen. Fachleute rechnen nicht mit einem baldigen Ende der Verspannungen.
(Bernhard Funck, dpa-AFX)

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