Wirtschaft

Sie gilt als Superfood und kann für Bauern eine gute Anbaualternative sein. Die Aronia wird in Bayern immer beliebter. (Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

11.08.2019

Frühjahr war zu kühl

Aronia-Ernte in Franken startet später

Wegen des kühlen Frühjahrs können die Aronia-Bauern in Franken heuer erst rund zwei Wochen später als 2018 mit der Ernte beginnen. "Ursache hierfür waren die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Durchschnittstemperaturen in den Monaten April und Mai", wie der Verein Fränkische Obstbauern mitteilte. Am Montag soll es auf dem Hof Nagler in Eschau (Landkreis Miltenberg) losgehen. Er war einer der ersten in Bayern, der die Aronia-Beeren (botanischer Name: Aronia melanocarpa) um die Jahrtausendwende im größeren Stil angebaut hat. Die Anbaufläche wuchs den Angaben nach stetig und beträgt heute zehn Hektar. Jährlich werden 40 bis 50 Tonnen geerntet.

Bayernweit hat sich die Anbaufläche seit Jahren stetig auf 156 Hektar 2018 erhöht, wie aus Zahlen des Statistischen Landesamts hervorgeht. Im Jahr 2015 war sie den Angaben nach mit 81 Hektar nur etwa halb so groß. Die Erntemenge habe damals bei 168 Tonnen gelegen, vergangenes Jahr seien es 272 Tonnen gewesen. Allerdings schwanken die Erträge laut einem Sprecher: 2017 wurden fast 300 Tonnen Aronia geerntet.

Nach Angaben der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) gilt die aus Nordamerika stammende Aronia als sogenannte Super-Frucht, weil sie viele gesunde Stoffe wie Vitamin C enthält. Weil sie besonders resistent gegen Schädlinge und Krankheiten ist, kann sie für Landwirte eine gute alternative Einnahmemöglichkeit sein. Sie übersteht im Winter auch Minustemperaturen problemlos. Die dunkelvioletten Beeren schmecken roh eher bitter. Sie werden meist zu Marmelade, Saft, Balsam-Essig oder Likör verarbeitet.

Die Fränkischen Obstbauern verweisen zudem auf Forschungen zu den Inhaltsstoffen der Aronia: Neben Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen enthielten die Beeren Pflanzenstoffe, denen vorbeugende Wirkungen gegen zahlreiche Krankheiten zugeschrieben werden, hieß es. "In Osteuropa, wo die Aronia schon seit längerem angebaut wird, gilt sie in der Volksmedizin als Allheilmittel."
(Marco Krefting, dpa)

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