Wirtschaft

Bayern fördert den Umbau von Ställen, um die Tierhaltung artgerechter zu gestalten. (Foto: dpa/Daniel Vogl)

22.04.2026

Hohe Nachfrage nach Fördergeldern für mehr Tierwohl

Das Wohl von Nutztieren wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Bauern. Der Freistaat unterstützt seine Landwirte mit Fördergeldern. Doch 65 von 75 Millionen Euro sind schon gebunden

Die hohe Nachfrage nach Fördergeldern für den Umbau der Tierhaltung in Bayern hält an. Von den 75 Millionen Euro, die dafür in diesem Jahr zur Verfügung stehen, sind nach Angaben der Staatskanzlei bereits 65 Millionen Euro vergeben. Insgesamt wurden 290 Vorhaben beantragt, im vergangenen Jahr war die Antragsrunde mit 382 Anträgen sogar überzeichnet. „In den letzten fünf Jahren wurde rechnerisch täglich ein neuer Tierwohlstall in Bayern errichtet. Das heißt, es geht da enorm vorwärts“, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU).

Das Förderprogramm richtet sich an Landwirte, die in artgerechtere Schweine- und Rinderhaltung investieren wollen. Pro Vorhaben werden laut Herrmann rund 25 Prozent der Kosten für Stallbauten übernommen. Künftig soll die Förderung auch auf weitere Tierarten ausgeweitet werden.

Förderung soll Strukturwandel abfedern

Die Zahl der gehaltenen Nutztiere in Bayern geht seit Jahren zurück. Mit den Zuschüssen will die Staatsregierung die Arbeitsbedingungen der Landwirte verbessern und den Strukturwandel in der Landwirtschaft bremsen.

Ergänzend erhalten tierhaltende Betriebe auch Prämien für den laufenden Betrieb. Für das Jahr 2025 wurden für rund 200.000 Tiere Prämien in Höhe von 15,6 Millionen Euro beantragt.

Forderungen an den Bund

Für den weiteren Umbau der Tierhaltung seien verlässliche bundespolitische Rahmenbedingungen entscheidend, hieß es. Bayern fordert unter anderem eine ausreichende Finanzierung der Förderprogramme, weniger Genehmigungshürden und mehr Planungssicherheit für Investitionen. Auch bestehende Regelungen wie das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz müssten praxistauglicher gestaltet oder überarbeitet werden. (dpa)

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