Wirtschaft

In Bayern sinken die Zahl der Rinder und die Zahl der Betriebe weiter – besonders bei Milchviehhaltern. (Foto: dpa/Countrypixel)

23.06.2026

Immer weniger Kühe und Rinderhalter in Bayern

In Bayern gibt es erneut weniger Rinder und weniger Betriebe. Besonders die Zahl der Milchviehhalter sinkt deutlich – auch die ökologische Rinderhaltung ist vom Rückgang betroffen

In Bayern gibt es weiter weniger Rinder und weniger Rinderhalter. Zum Stichtag 3. Mai zählte das Landesamt für Statistik knapp 2,69 Millionen Tiere im Freistaat – 0,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der Betriebe sank stärker: 36.898 Landwirte hielten noch Rinder, ein Minus von zwei Prozent oder 756 Betrieben gegenüber dem Vorjahr.

Langfristiger Strukturwandel

Der Trend hält seit Jahren an. Seit 2013 sank die Zahl der Rinderhalter von rund 52.400 auf unter 37.000. Der Rinderbestand ging im selben Zeitraum von rund 3,23 Millionen auf knapp 2,69 Millionen Tiere zurück.

Besonders deutlich ist der Rückgang bei Milchviehhaltern. Ihre Zahl fiel binnen eines Jahres um 2,9 Prozent. Mit rund 1,03 Millionen Tieren bleiben Milchkühe aber die größte Gruppe im bayerischen Rinderbestand.

Betriebe werden größer

Während die Zahl der Höfe sinkt, wächst die durchschnittliche Betriebsgröße. Milchviehhalter hielten zuletzt im Schnitt 48 Tiere, insgesamt lag die durchschnittliche Zahl bei knapp 73 Rindern pro Betrieb.

Als möglicher Grund für den aktuellen Rückgang gelten neben dem langfristigen Strukturwandel auch die gesunkenen Milchpreise. Sie fielen von September bis April laut Bayerischer Landesanstalt für Landwirtschaft um rund 14 Cent je Kilogramm und lagen zuletzt unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Auch Biohaltung betroffen

Der Rückgang betrifft auch die ökologische Landwirtschaft. Dort sank der Bestand von 266.738 auf 263.957 Rinder – ein Minus von gut einem Prozent und damit etwas stärker als im gesamten Bestand.

Knapp jedes zehnte Rind in Bayern wird damit ökologisch gehalten. (dpa)

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