Wirtschaft

Für viele Menschen bleibt am Monatsende kaum Geld zum Sparen übrig. (Foto: dpa/Michael Bihlmayer)

14.04.2026

Inflation belastet viele – Mittelschicht besonders besorgt

Steigende Preise bereiten den meisten Menschen in Deutschland finanzielle Sorgen. Besonders betroffen zeigt sich laut Umfrage überraschend die Mittelschicht

Steigende Lebenshaltungskosten sind nach einer Umfrage der Allianz die größte finanzielle Sorge in der deutschen Bevölkerung. Das sagten 57 Prozent der 1.000 Befragten. Auffällig: Besorgter als Niedrigverdiener sind demnach diejenigen mit mittleren oder hohen Einkommen. In Auftrag gegeben wurde die Erhebung von der Allianz Lebensversicherung in Stuttgart, welche die Ergebnisse veröffentlichte. Umfrageinstitut war Ipsos, befragt wurden die Teilnehmerinnen im Februar und März.

Mittlere Einkommen besonders betroffen

Demnach sagten 52 Prozent der Niedrigverdiener, dass ihnen die steigenden Lebenshaltungskosten Sorgen machen. Bei den Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmern mit mittlerem Einkommen war dieser Anteil mit 58 Prozent deutlich höher, und auch bei den Gutverdienern waren es noch 56 Prozent.

Grundsätzlich ist der Umfrage zufolge eine große Mehrheit (70 Prozent) von zumindest grundsätzlich bis äußerst zuversichtlich, die eigenen Wünsche eines Tages finanziell umsetzen zu können. Gleichzeitig wird deutlich, dass der finanzielle Spielraum einer gar nicht so kleinen Minderheit von beengt bis nicht vorhanden reicht: Ein Drittel sagte, dass sie derzeit gar nicht oder eher nicht sparen könnten, und immerhin ein Viertel gab an, eigentlich für den Ruhestand gedachte Rücklagen schon vorher angezapft zu haben.

Viele sorgen sich um finanzielle Zukunft

Nur knapp jeder Fünfte (19 Prozent) glaubt, bereits genügend Geld für das Alter zurückgelegt zu haben. Ein Drittel räumte ein, keine Vorstellung zu haben, wie viel Geld sie für einen auskömmlichen Ruhestand eigentlich benötigen werden. Und in allen Alters- und Einkommensgruppen machen sich Frauen laut Umfrage größere Sorgen als Männer.

Steigende Preise sieht eine Mehrheit von 60 Prozent auch als größtes Risiko für das Einkommen im Alter. Knapp dahinter folgen hohe Gesundheits- und Pflegekosten, die von 57 Prozent genannt wurden. Gänzlich unbesorgt in Sachen Rente, Pension oder sonstigen Alterseinkünften sind demnach nur fünf Prozent. (dpa)

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