Wirtschaft

Die Verbraucherzentralen warnen die Mineralölbranche vor überhöhten Preissprüngen nach dem Auslaufen der Steuersenkung beim Tanken an diesem Dienstag. (Foto: dpa, Caro Kadatz)

29.06.2026

Keine "Extragewinne" nach Tankrabatt

Die befristete Spritsteuersenkung gegen hohe Preise an den Zapfsäulen läuft zum Monatsende aus. Klar ist: Dann wird es wieder teurer - aber wie stark?

Die Verbraucherzentralen warnen die Mineralölbranche vor überhöhten Preissprüngen nach dem Auslaufen der Steuersenkung beim Tanken an diesem Dienstag. Die Chefin des Bundesverbands, Ramona Pop, sagte: "Das Ende des Tankrabatts darf nicht zum Startschuss für Extragewinne werden." Für die Konzerne gebe es keinen Grund, Preise stärker anzuheben als um die ausgelaufene Steuerentlastung. Das Bundeskartellamt bleibe in der Pflicht, genau hinzusehen. Grundsätzlich gelte: "Wer steigende Rohölpreise sofort weitergibt, darf bei sinkenden Preisen nicht auf die Bremse treten." 

Der befristete Tankrabatt gilt seit Anfang Mai für Diesel und Superbenzin und sollte stark gestiegene Preise infolge des Iran-Kriegs ausgleichen. Die schwarz-roten Koalitionsfraktionen wollen die Steuererleichterung von 17 Cent je Liter nun aber nicht über das geplante Auslaufen Ende Juni hinaus fortsetzen.

Die Verbraucherzentralen forderten erneut eine Folge-Entlastung. "Angesichts der weiterhin hohen Energiepreise muss die Bundesregierung ihr Versprechen endlich einlösen und die Stromsteuer auch für private Haushalte senken", sagte Pop. "Das entlastet Verbraucherinnen und Verbraucher dauerhaft und macht den Umstieg auf klimafreundliche Alternativen attraktiver."
(Sascha Meyer, dpa)

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