Wirtschaft

Kühe stehen angeleint im Stall: Diese Anbindehaltung ist umstritten. (Foto: Patrick Seeger/dpa)

07.01.2019

Kühe anbinden oder laufen lassen?

Glückliche Kühe auf grünen Wiesen: Das Bild stimmt in Bayern teils tatsächlich. Aber viele Kühe fristen ihr Leben im Stall. Dort sollen sie mehr Bewegung haben. Laufställe statt Anbindehaltung ist das allseits erklärte Ziel. Doch Zeitplan und Weg dahin sind umstritten

Um die Erzeugung von Milch droht neuer Streit. Molkereien in Bayern und Baden-Württemberg wollen erreichen, dass Milchkühe nicht mehr ganzjährig im Stall angebunden sind. In einem gemeinsamen Papier erklärten fünf Molkerei-Verbände aus beiden Ländern zum Ziel, die "Umstellung der ganzjährigen Anbindehaltung hin zu einer Laufstall- beziehungsweise Kombinationshaltung bis zum Ende der nächsten Dekade" - das bedeutet bis 2030 - "mit allen Kräften zu unterstützen". Kühe sollten in Laufställen gehalten werden, da dies den Tieren besser gerecht werde. "Mittelfristig ist diese Haltungsform flächendeckend anzustreben", heißt es in dem Papier.

"Es geht um das Tierwohl", sagt Carolin Babl, Geschäftsführerin des Verbandes milch.bayern, in dem die meisten Molkereien im Freistaat Mitglied sind. "Wir wollen Konzepte und Lösungen finden, um eine Umstellung zu unterstützen."

Die Bauern sind alarmiert. Eine solche Anforderung könne das Aus gerade für kleine Familienbetriebe bedeuten, sagt der Präsident des Bayerischen und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Walter Heidl, der Deutschen Presse-Agentur. Zwar hätten 50 Prozent der Höfe ganzjährige Anbindehaltung, das betreffe aber nur 30 Prozent der Kühe. Das zeige, dass vor allem kleinere Betriebe ihre Tiere im Stall noch anbinden. "Ich behaupte, dass gerade in den kleineren Betrieben der Umgang der Bäuerinnen und Bauern mit den Tieren ein guter ist." Hier habe jede Kuh noch einen Namen, die persönliche Betreuung der Tiere stehe im Vordergrund.

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