Wirtschaft

Diese Züge sollen künftig sicherer unterwegs sein. (Foto: Alstom)

11.04.2026

Mexikos Züge sicherer machen

Siemens erhält Auftrag für ein fortschrittliches Leit- und Sicherungssystem

Mexiko setzt künftig auf das einheitliche europäische Zugleit- und Sicherunssystem ETCS (European Train Control System). Der Münchner Technologiekonzern Siemens hat mit seiner Sparte Siemens Mobility zusammen mit Sonda México SA de CV einen entsprechenden Auftrag erhalten. Das Konsortium aus den beiden Unternehmen soll die fortschrittliche Technik für den Eisenbahnkorridor Mexiko-Stadt–Querétaro–Irapuato liefern. Die Strecke ist mehr als 300 Kilometer lang und bedient elf Personenbahnhöfe.

Das Projekt ist Teil einer föderalen Initiative Mexikos zur Modernisierung der Personenbahninfrastruktur. Wie hoch das Auftragsvolumen ist, kann leider nicht eruiert werden. Ein Sprecher von Siemens Mobility sagt der Staatszeitung: „Darüber sprechen wir derzeit nicht.“
Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt (Freie Wähler) begrüßt den Großauftrag für Siemens Mobility als starkes Signal für Bayerns Wirtschaft. „Mexiko ist für uns ein echter Partner auf Augenhöhe. Ich habe dort hautnah erlebt, mit welcher Dynamik in Infrastruktur und Mobilität investiert wird und wie groß der Bedarf an modernen, sicheren und effizienten Lösungen aus Bayern ist“, sagte er kürzlich bei einer Delegationsreise unter seiner Leitung in das mittelamerikanische Land.

Technologie aus Bayern

Dass Technologie aus dem Freistaat jetzt eine Schlüsselrolle bei der Modernisierung der Bahn übernimmt, zeigt Gotthardt zufolge eindrucksvoll, dass bayerische Unternehmen international wettbewerbsfähig sind. Sie lieferten genau die Innovationen, die weltweit gefragt seien. Solche Projekte stehen laut Gotthardt für verlässliche Partnerschaften, von denen beide Seiten profitieren.

„Der Auftrag ist ein wichtiger Meilenstein für Siemens Mobility: Es ist unser erstes ETCS-Projekt in Mexiko und zugleich das Debüt unserer Zugplanungssoftware TPS.plan in Lateinamerika“, sagt Marc Ludwig, CEO Rail Infrastructure bei Siemens Mobility. Nach wichtigen und vor Kurzem gewonnenen Aufträgen in Lateinamerika habe Siemens Mobility nun auch erstmals in Mexiko einen Auftrag für ein ETCS-Projekt erhalten.

Wichtiger Meilenstein

Zusätzlich wird Siemens Mobility erstmals in Lateinamerika TPS.plan implementieren, eine hochmoderne Softwarelösung der Tochtergesellschaft Hacon aus Hannover. Die Anwendung ermöglicht eine präzise Fahrplan- und Fahrwegoptimierung durch mikroskopische Infrastrukturmodellierung, um konfliktfreie Fahrpläne zu erstellen. TPS.plan vereinfacht auch die Koordination, indem es den am Planungsprozess beteiligten Akteuren vollen Zugriff auf den aktuellen Planungsstatus gewährt und so einen effizienten und reibungslosen Bahnbetrieb gewährleistet.

Das Projekt markiert laut Siemens Mobility einen wichtigen Meilenstein in Mexikos Bahnmodernisierung und verbessert die Mobilität für die Menschen in der Bajío-Region erheblich. Durch die Verbindung der Hauptstadt mit den Bundesstaaten Hidalgo, Querétaro und Guanajuato stärke die Bahnstrecke die regionale Anbindung an Mexiko-Stadt, fördere die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und stehe im Einklang mit den nationalen Zielen Mexikos für einen nachhaltigen Personenverkehr.
(Ralph Schweinfurth)

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