Wirtschaft

In Russland gibt es bereits Miniatomkraftwerke. Sie sind als Energiequellen in die Eisbrecher eingebaut. (Foto: dpa/TASS, Lev Fedoseyev)

09.03.2026

Mini-Atomkraftwerke für Europa

In Paris schmieden EU-Staaten Pläne - doch Deutschland bleibt im Moment noch außen vor

Um den Ausbau der Atomkraft in Europa geht es am morgigen Dienstag beim zweiten internationalen Gipfel zur Kernenergie bei Paris. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will zur Eröffnung des Gipfels über die künftige Strategie der Europäischen Kommission für den Einsatz von Mini-Atomkraftwerken (SMR) reden.

Die Strategie soll die Entwicklung kleiner Reaktoren in Europa in den nächsten zehn Jahren beschleunigen und die Bereiche Forschung, Entwicklung und gegebenenfalls auch die Finanzierung abdecken. Die Reaktoren sollen dabei helfen, Klimaneutralität zu erreichen. 
SMR ist die Abkürzung für Englisch "small modular reactor", zu Deutsch: kleiner modularer Reaktor. Sie wird verwendet für Atomreaktoren, die eine deutlich geringere Leistung haben als herkömmliche Anlagen und deren Komponenten in einer Fabrik in Serie gefertigt werden.

Deutschland nicht auf Regierungsebene vertreten

Zu dem von Frankreich und der Internationalen Atomenergie-Behörde organisierten Gipfel werden etliche Staats- und Regierungschefs und Vertreter der Energiebranche erwartet. Deutschland, das aus der eigenen Erzeugung von Atomstrom ausgestiegen ist, ist an dem Gipfel nicht auf Regierungsebene vertreten, verfolgt die Beratungen allerdings. 

Auf dem Gipfel wird außerdem eine Erklärung der Europäischen Nuklearallianz erwartet, einem Zusammenschluss von inzwischen 16 EU-Staaten, die sich zum Zweck des Klimaschutzes und der Versorgungssicherheit für einen Ausbau der Kernenergie einsetzen. In ihrer Erklärung will die Allianz insbesondere darauf pochen, dass die Kernenergie innerhalb der EU ohne Abstriche als klimafreundlich anerkannt und bei der Finanzierung entsprechend auch nicht benachteiligt wird. Deutschland ist bislang nicht Mitglied dieser Allianz.
(Michael Evers, dpa)

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