Wirtschaft

Die Test-Rakete „Spectrum“ von Isar Aerospace stürzt im März 2025 nach dem Startversuch am Andøya Spaceport in Norwegen wieder zurück zur Erde. (Foto: dpa/AP)

08.04.2026

Neuer Anlauf für deutsche Spectrum-Rakete am Donnerstag

Nach einem abgebrochenen Startversuch will ein bayerisches Raumfahrtunternehmen seine Rakete erneut ins All bringen. Der Test gilt als wichtiger Schritt für Europas Unabhängigkeit von US-Anbietern

Das bayerische Raumfahrtunternehmen Isar Aerospace will am Donnerstag einen neuen Versuch für den Start zum zweiten Testflug der deutschen Weltraumrakete „Spectrum“ unternehmen. Das Zeitfenster öffne sich um 22.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ), teilte Isar Aerospace in München mit. Der Startversuch soll live ab 21.00 Uhr auf YouTube übertragen werden.

Startversuch scheiterte an Fischer

Ein Ende März vorbereiteter Versuch war im letzten Moment an einem norwegischen Fischer gescheitert. Skipper Olafur Einarsson war nach eigenem Bekunden mit seinem Boot in die maritime Sicherheitszone um den norwegischen Weltraumbahnhof Andøya gefahren und hatte diese nicht rechtzeitig verlassen - der Countdown musste abgebrochen werden.

Große Erwartungen an die Rakete

Auf der „Spectrum“ getauften Rakete ruhen große Hoffnungen. Sie soll nach der Serienreife zivile und militärische Satelliten in erdnahe Umlaufbahnen wenige hundert Kilometer über dem Erdboden bringen. Nach Worten von Isar-Aerospace-Chef Daniel Metzler ist das Unternehmen jetzt schon bis zum Jahr 2028 ausgebucht, obwohl die Rakete nicht serienreif ist.

Europa will unabhängiger werden

Europa ist derzeit vor allem auf das US-Unternehmen Space X des Milliardärs Elon Musk angewiesen, um Satelliten ins All befördern zu können. Nach den Worten Metzlers starteten die USA im vergangenen Jahr 198 Raketen, der Rest der Welt 124, Europa lediglich acht.

Erster Test lieferte wichtige Daten

Der erste Testflug der „Spectrum“-Rakete hatte vor gut einem Jahr, am 30. März 2025, stattgefunden. Nach 30 Sekunden war der Flugkörper ins Meer gestürzt. Dies wurde damals als Erfolg gewertet, da wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklungsarbeit gewonnen worden seien. (dpa)

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