Wirtschaft

E-Autos gelten als wichtiger Baustein im Kampf gegen den Klimawandel und werden bei Autofahrern immer beliebter - auch dank staatlicher Förderprämien. Exporte und Produktion legen zu, auch wenn das Volumen bei den Verbrennern weitaus größer ist. (Foto: dpa/Hendrik Schmidt)

23.03.2023

Produktion und Exporte von E-Autos wachsen kräftig

2022 wurden 500.000 reine Elektrofahrzeuge im Wert von 24,2 Milliarden Euro ausgeführt

Die deutsche Autoindustrie hat im vergangenen Jahr die Exporte von Elektro-Autos deutlich gesteigert. Insgesamt wurden 500.000 reine Elektrofahrzeuge im Wert von 24,2 Milliarden Euro ausgeführt, gut 65 Prozent mehr als 2021, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Wichtigste Abnehmer waren Großbritannien und die USA. Auch die Importe von E-Autos legten deutlich zu - um gut ein Fünftel (22,2 Prozent) auf 358.000 Fahrzeuge.

Angetrieben von hohen Förderprämien wächst die Nachfrage nach Elektro-Autos in Deutschland. Sie gelten als entscheidender Baustein, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Gemessen an den Verbrennerfahrzeugen spielen sie aber noch eine kleine Rolle. So wurden 2022 laut Statistik rund 471.000 reine Elektroautos neu zugelassen - gut 32 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit erreichten E-Pkw einen Anteil von fast 18 Prozent an den Neuzulassungen.

Stark zugelegt

Auch die Produktion von Elektro-Autos in Deutschland hat stark zugelegt. In den ersten drei Quartalen 2022 belief sie sich auf rund 375.600 E-Autos im Wert von knapp 16,2 Milliarden Euro, wie die Statistiker weiter mitteilten. Das seien rund zwei Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. 2021 waren hierzulande rund 328.000 Autos mit reinem E-Antrieb hergestellt worden. In die Zahl der exportierten E-Autos gehen nach Angaben des Amts teils auch Fahrzeuge ein, die zuvor importiert wurden.

Die allermeisten produzierten Fahrzeuge sind aber weiter Verbrenner: In den ersten neun Monaten 2022 liefen 1,7 Millionen Verbrenner vom Band - fast fünf Mal so viele wie Elektroautos und ein Plus von 5,7 Prozent binnen Jahresfrist.

Die Exporte der Verbrenner gingen unterdessen 2022 leicht zurück. In den drei wichtigsten Hubraumklassen für Pkw mit ausschließlich Verbrennungsmotoren wurden 1,48 Millionen Autos ausgeführt, 0,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Wichtigste Abnehmer waren China und die USA. Die Importe von Verbrennern sanken zugleich spürbar auf 1,0 Millionen - ein Minus von 12,8 Prozent.

Bei den hybridangetriebenen Pkw war die Entwicklung uneinheitlich. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Statistiker 640.500 Mild-Hybride mit Verbrennungs- und Elektromotor exportiert - gut 16 Prozent mehr als 2021. Importiert wurden 272.000 Hybride, ein Anstieg um knapp ein Drittel. Bei den Plug-In-Hybriden gab es einen Export-Rückgang: 253.300 Hybride wurden ausgeführt, vier Prozent weniger als im Vorjahr. Importiert wurden 250.600 Hybride, gut 12 Prozent mehr als 2021.
(Alexander Sturm, dpa)

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Soll eine Zusatzsteuer auf Fleischprodukte erhoben werden?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Jahresbeilage 2023

Nächster Erscheinungstermin:
29. November 2024

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 24.11.2023 (PDF, 19 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.