Wirtschaft

Deutschlands größter Vermieter Vonovia hat die Pläne der Regierungskoalition zur Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft für bezahlbares Wohnen (WBG) begrüßt. (Foto: Vonovia/Simon Bierwald)

05.08.2026

Regierung plant günstige Wohnungen

Eine neue Wohnungsbaugesellschaft soll bezahlbaren Wohnraum schaffen. Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern sieht in den Plänen der Koalition auch Geschäftsmöglichkeiten für sich

Deutschlands größter Vermieter Vonovia hat die Pläne der Regierungskoalition zur Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft für bezahlbares Wohnen (WBG) begrüßt. Darauf hatten sich die Spitzenvertreter von CDU, CSU und SPD Anfang Juli im Koalitionsausschuss geeinigt. Sie soll vor allem in Regionen mit Wohnungsmangel günstige Wohnungen bauen. "Die WBG soll den sozialen Wohnungsbau sowie den industriellen Hochlauf seriellen Bauens unterstützen", heißt es in dem Beschlusspapier. 

In den Plänen sieht Vonovia für sich auch Geschäftsmöglichkeiten. Bei der Idee der WBG gehe es darum, dass die überlegenen Finanzierungsbedingungen, die der Bund liefern könne, in einem Public-Private-Partnership-Modell genutzt werden sollen, sagte Vonovia-Chef Luka Mucic bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. Dies könne professionelle Projektentwickler befähigen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. 

Ein Hochlauf von seriellen Projekten könne auch Planungssicherheit für serielle Bauunternehmen schaffen. Diese könnten dann entsprechend auch in Fabrikkapazitäten investieren. 

"Natürlich wäre es auch für uns als Projektentwickler eine Möglichkeit, uns dort zu bewerben. Und wenn wir dann für würdig befunden werden mit unserer seriellen Kompetenz, dann auch einen positiven Beitrag zu leisten", so Mucic weiter. Vonovia ist in dem Bereich am seriellen Wohnungsbauunternehmen Gropyus beteiligt.
(Helge Toben, dpa)

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