Wirtschaft

Die Gasspeicher hierzulande sind derzeit nur zu 56 Prozent befüllt (Symbolbild). (Foto: dpa, Wolfgang Maria Weber)

16.09.2026

Staatsunternehmen Sefe kauft Gas ein

Sefe füllt Gasspeicher - und das trotz anhaltend hoher Preise. Eine Anweisung vom Bundeswirtschaftsministerium dazu gebe es aber nicht, betont das staatliche Unternehmen

Das staatliche deutsche Gasunternehmen Sefe kauft Gas ein. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Man handle ausschließlich aus strategischen und wirtschaftlichen Erwägungen und habe eine eigenständige kommerzielle Geschäftsentscheidung getroffen, betonte das Unternehmen. Es gebe keine Anweisung dazu vom Bundeswirtschaftsministerium. 

Die Gasspeicher sind derzeit nur zu 56 Prozent befüllt. Der Gasimporteur Sefe befindet sich vollständig im Bundesbesitz. Am Vortag war bekanntgeworden, dass Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) mit den beiden Staatsunternehmen Sefe und Uniper in Gesprächen ist, um die Gasspeicher besser zu füllen. Die Kosten würden dann vom Markt getragen und nicht wie bei einem staatlichen Eingriff von den Steuerzahlern oder den Gaskunden über eine Umlage, hieß es aus Regierungskreisen. 

Normalerweise kaufen Großhändler im Sommer Erdgas günstig ein. Sie speichern es und verkaufen es im Winter mit Gewinn weiter. Derzeit sind die Preise infolge des Iran-Kriegs jedoch sehr hoch, sodass eine Einspeicherung wirtschaftlich nicht attraktiv ist. Die Folge: Die Speicher sind deutlich geringer gefüllt als sonst zu dieser Jahreszeit. 

"Versorgungssicherheit zu gewährleisten liegt in der Verantwortung aller Energieunternehmen", betonte Sefe. Man übernehme diese Verantwortung für die Kunden. Die Befüllung sei für Sefe vorteilhaft. "Profitabilität und Versorgungssicherheit schließen sich daher nicht aus, sondern sind auch mit Blick auf die anstehende Privatisierung gleichermaßen von wesentlicher Bedeutung."

Sefe hieß früher Gazprom Germania und war eine Tochter des russischen Staatskonzerns Gazprom. Als Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der Energiekrise wurde das Unternehmen verstaatlicht. Die EU-Kommission hat bestimmt, dass der Bund Sefe bis Ende 2028 wieder weitgehend privatisieren muss.
(Martina Herzog, dpa)

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Ist die Einführung eines Bayernjahrs sinnvoll?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

„Die Bundesregierungskoalition hat noch schnell Reformen angekündigt, ehe sie sich in die Berliner Sommerpause verabschiedete. Eine Sommerpause übrigens, die sich die Wirtschaft nicht leistet. Unternehmer und Manager sind stets am Sprung“, sagt Bertram Br

> Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung ist online

Die Suche nach dem sichersten Ort für unseren Atommüll ist eine staatliche Jahrhundertaufgabe. Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung stellt vier Menschen vor, die diese Mission bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mit ihre

> Änderung der Gemeindeordnung

Liebe Leserinnen und Leser des Kommunalen Taschenbuchs, die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern hat sich am 23. Dezember 2025 nach Redaktionsschluss (14. November 2025) nochmals geändert. Die entsprechenden Seiten können Sie hier herunterladen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.