Wirtschaft

Am ersten Adventssamstag waren die Innenstädte zwar proppenvoll - zufrieden sind die Händler aber nicht. (Foto: dpa/Peter Förster)

02.12.2019

Volle Innenstädte, klingelnde Kassen?

Bayerische Händler sind mit dem erstem Adventswochenende unzufrieden

Hunderttausende Menschen waren am ersten Adventssamstag in den Innenstädten Bayerns unterwegs. Viele ließen sich Glühwein, gebrannte Mandeln oder eine Bratwurst schmecken - in weihnachtlicher Kauflaune waren aber nicht alle.

Der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, sagte: "Zwar wurde das Ergebnis des ersten Adventssamstags des vergangenen Jahres erreicht, doch viele Händler hätten sich zum Start in die drei wichtigsten Wochen des Jahres etwas mehr erhofft." Von einem "Geschenke-Fieber" könne bislang noch keine Rede sein. "Viele Kunden scheinen offenbar wieder bis zur letzten Minute zu warten und haben geschaut, aber nicht gekauft", stellte Ohlmann fest.

Sein Verband erwartet in den Weihnachtsmonaten November und Dezember einen Umsatz von rund 14 Milliarden Euro und ein "normales" Umsatzwachstum von plus drei Prozent auf 14 Milliarden Euro. Wie in den Vorjahren wird aber der Online-Handel nach Schätzung des Verbands mit einem erwarteten Plus von elf Prozent auf 2,1 Milliarden Euro weit schneller zulegen als die traditionellen Geschäfte.

Am liebsten verschenkt werden nach einer kürzlich veröffentlichten Umfrage der FOM Hochschule für Ökonomie und Management Gutscheine, gefolgt von Kosmetik und Konzert- oder Theaterkarten.

Demnach geben die bayerischen Bürger im Schnitt 507 Euro für Weihnachtsgeschenke aus, das wären 32 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt. In Bayern wurden dafür zwischen Mitte September und Ende Oktober 7000 Menschen befragt, deutschlandweit 62.000.
(Valentin Gensch, dpa)

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