Wissenschaft

In Bayern steigt zum Wintersemester der Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote – besonders in mehreren großen Hochschulstädten wie München. (Foto: dpa/Frank Hoermann)

23.06.2026

Mehr Studiengänge in Bayern mit Zugangsbeschränkung

Regensburg, Würzburg, München: In diesen Städten wird der Zugang zum Studium schwieriger. Wie die Rückkehr zu G9 damit zusammenhängt und was das für Bewerber bedeutet

In Bayern wird der Zugang zu vielen Studiengängen zum kommenden Wintersemester schwieriger. Der Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote steigt nach Angaben des Centrums für Hochschulentwicklung auf 34,2 Prozent.

Im Wintersemester 2025/26 lag der Anteil noch bei 30,3 Prozent. Damit liegt Bayern nun über dem bundesweiten Durchschnitt von 31,6 Prozent.

Mehr Beschränkungen in mehreren Hochschulstädten

Besonders stark erhöhte sich der Anteil zugangsbeschränkter Studienangebote laut Untersuchung in Regensburg und Würzburg. Auch in München, Nürnberg und Augsburg gibt es mehr Studiengänge mit Zugangsbeschränkung als im Vorjahr.

Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet das: Bei mehr Angeboten entscheiden etwa Abiturnote, Wartesemester, Eignungsverfahren oder andere Auswahlkriterien darüber, wer einen Studienplatz erhält.

G9-Umstellung als möglicher Grund

Die Autoren führen den Anstieg möglicherweise auf die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium zurück. Wegen der Umstellung von G8 auf G9 gab es 2025 deutlich weniger Abiturientinnen und Abiturienten als in einem normalen Jahr.

Hochschulen könnten Zugangsbeschränkungen deshalb damals ausgesetzt haben, weil weniger Studieninteressierte erwartet wurden. Mit dem wieder größeren Abiturjahrgang werden diese Regelungen nun offenbar häufiger erneut eingeführt.

Bayern im bundesweiten Mittelfeld

Im bundesweiten Vergleich liegt Bayern mit 34,2 Prozent im Mittelfeld. Besonders viele Zugangsbeschränkungen gibt es in Berlin, wo mehr als jeder zweite Studiengang betroffen ist. Baden-Württemberg folgt mit 46,2 Prozent.

Deutlich weniger beschränkte Studienangebote gibt es in Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Thüringen. Dort liegt der Anteil jeweils bei rund 17 Prozent. (dpa)

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