Wissenschaft

"Ingenieurinnen und Ingenieure" soll weiterhin möglich sein in der Kommunikation der Wissenschaftseinrichtungen - aber nicht länger Unterstriche, Binnen-I und Doppelpunkte inmitten von Wörtern. (Foto: BSZ)

11.02.2024

"Sternchen, Binnen-I und spracherzieherische Tendenzen unterlassen"

Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume fordert an Hochschulen des Freistaags korrektes Deutsch statt Gegendere

Für viele Hochschulangehörige ist das explizite Gendern inzwischen Alltag: Doch nach dem Willen von Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) sollen sie sich künftig wieder an der herkömmlichen deutschen Schriftsprache orientieren, wie sie vom Rat für deutsche Rechtschreibung vorgegeben wird. Zwar sei geschlechtergerechte Sprache wie in der Wendung "Professorinnen und Professoren" inzwischen selbstverständlich, sagte Blume der Augsburger Allgemeinen (Samstagausgabe). "Sprachliche Künstlichkeiten wie Sternchen und Binnen-I oder spracherzieherische Tendenzen sind dagegen zu unterlassen."
 

Benachteiligung von traditionell Redenden und Schreibenden wird nachgegangen

 

Auch dürften Studierende beim Nicht-Gendern keine schlechteren Noten bekommen. "Ich bekomme immer wieder Beschwerden, dass es Benachteiligungen bei Prüfungen gebe, wenn jemand irgendeinen Gender-Leitfaden nicht beachte", sagte Blume. "Wir gehen diesen Meldungen nach und tatsächlich scheint sich hier einiges verselbstständigt zu haben. Um es ganz klar zu sagen: An einer bayerischen Hochschule darf nicht gefordert werden, dass sich jemand von der amtlichen deutschen Rechtschreibung absetzen muss", unterstrich der Ressortchef. Dies werde das Ministerium den Hochschulen auch noch einmal in aller Deutlichkeit mitteilen und eine gesetzliche Verankerung im bayerischen Hochschulinnovationsgesetz prüfen. "Im Übrigen gilt der Grundsatz "leben und leben lassen"", betonte Blume. (dpa)
 

 

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!
Die Frage der Woche

Soll man die sogenannte Rente mit 63 abschaffen?

Unser Pro und Contra jede Woche neu
Diskutieren Sie mit!

Die Frage der Woche – Archiv
X
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Beilagen

> Das neue vbw Unternehmermagazin ist online

Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, sagt über die Deutschen: "Unser Mindset hat sich nicht weiterentwickelt – es ist in einer Art Biedermeier-Modus stehen geblieben."

> Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung ist online

Die Suche nach dem sichersten Ort für unseren Atommüll ist eine staatliche Jahrhundertaufgabe. Das einblicke-Magazin der Bundesgesellschaft für Endlagerung stellt vier Menschen vor, die diese Mission bei der Bundesgesellschaft für Endlagerung mit ihre

> Änderung der Gemeindeordnung

Liebe Leserinnen und Leser des Kommunalen Taschenbuchs, die Gemeindeordnung des Freistaats Bayern hat sich am 23. Dezember 2025 nach Redaktionsschluss (14. November 2025) nochmals geändert. Die entsprechenden Seiten können Sie hier herunterladen.

Jahresbeilage 2025

Nächster Erscheinungstermin:
28. November 2026

Weitere Infos unter Tel. 089 / 29 01 42 54 /56
oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download der aktuellen Ausgabe vom 28.11.2025 (PDF, 16,5 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Das kunst- und kulturhistorische Online-Magazin der Bayerischen Staatszeitung

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.

Unser Bayern - Nachbestellen

Aktuelle Einzelausgaben des Online-Magazins „Unser Bayern” können im ePaper der BSZ über den App-Store bzw. Google Play gekauft werden.