Kommunales

Markus Söder am Freitagabend beim Nürnberger Christkindlmarkt. (Foto: dpa)

29.11.2025

Glühwein, Lebkuchen, Würste und Söder: Der Nürnberger Christkindlmarkt hat eröffnet

Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist einer der beliebtesten und berühmtesten Weihnachtsmärkte weltweit. Am Freitagabend hat ihn das Christkind mit seinem Prolog feierlich eröffnet. Ein Problem sind auch in der Frankenstadt die gestiegenen Kosten - insbesondere für die Sicherheit. Eine Absage kam jedoch nicht in Frage. Der Markt sei "zu wichtig für die Stadt", heißt es aus dem Rathaus. Bis Heiligabend verzaubern nun die wunderschön ausstaffierten Buden nun geschätzt rund zwei Millionen Gäste. Einer war derweil schon da: Bayerns Ministerpräsident

Der Nürnberger Christkindlesmarkt ist einer der beliebtesten und berühmtesten Weihnachtsmärkte weltweit. Am Freitagabend hat ihn das Christkind mit seinem Prolog feierlich eröffnet. 

Die „fünfte Jahreszeit“ findet in Nürnberg seit mindestens dreieinhalb Jahrhunderten in der Vorweihnachtszeit statt, wenn die glitzernden Buden auf dem malerischen Hauptmarkt mit der romantischen Kulisse der Altstadt beim „Christkindlesmarkt“ um die Wette funkeln.  Süßer, als während der vier Wochen bis zum Heiligabend, klingeln die Kassen in Nürnberg nicht. Allerdings steigen auch die Kosten. Die Stadt muss immer mehr aufwenden, um die Sicherheit der rund zwei Millionen Besucher zu gewährleisten.

Offener Charakter soll erhalten bleiben

Während manche Städte wie zuletzt Dortmund, Overarth und Rostock ihre Weihnachtsmärkte aus Kostengründen tatsächlich abgesagt haben, investiert Nürnberg weiter in den Erhalt des Marktes. Die Sicherheitsvorkehrungen seien laut Stadtsprecher Andreas Franke sogar erneut weiter verschärft worden. Mehrere hunderttausend Euro seien laut Franke für neue Zufahrtssperren ausgegeben worden.

Der offene Charakter des Marktes soll aber weiterhin ohne Zugangskontrollen erhalten bleiben. Allerdings werde es vermehrte Zufahrtssperren geben um zu verhindern, dass Attentäter mit Fahrzeugen das Gelände erreichen können. Nach den schrecklichen Vorkommnissen in Magdeburg - dort war im letzten Dezember ein islamischer Terrorist mit seinem Auto über einen Rettungsweg mit hoher Geschwindigkeit auf den Weihnachtsmarkt gelangt und durch eine Menschenmenge gerast - hätten sich die Sicherheitsexperten heuer gleich zum Beginn des Jahres und damit noch früher als üblich getroffen, um weitere Nachbesserungen vornehmen und die Sicherheit optimieren zu können.

Während sich andere Städte diesen gestiegenen Aufwand offensichtlich nicht mehr leisten können, habe sich in Nürnberg mit diesem Gedanken laut Franke tatsächlich niemand ernsthaft beschäftigt. „Für uns war das keine Frage den Christkindlesmarkt abzusagen, weil der natürlich weltweit bekannt ist“, bestätigte Franke kürzlich gegenüber dem Deutschlandradio. Dafür ist wohl nicht nur die wirtschaftliche Bedeutung zu groß. Auch für das Image dürfte das nach Bratwurst, Glühwein und Lebkuchen duftende Aushängeschild der Stadt unbezahlbar sein.

Grenzen der Belastbarkeit

Von Grenzen der Belastbarkeit für den städtischen Haushalt hat Franke im Gespräch mit dem Sender jedenfalls nichts wissen wollen. „Der Markt ist einfach zu wichtig für die Stadt“, hat der Sprecher betont und eingeräumt, dass trotz aller vereinten Anstrengungen und gemeinsamen Bemühungen eine hundertprozentige Sicherheit im Hinblick auf die zwei Millionen Besucher nicht garantiert werden könne. Einlasskontrollen mit Überprüfungen der Besucher beispielsweise auf Waffenbesitz seien aus praktischen Gründen allerdings kaum vorstellbar. "Wenn wir dort Taschenkontrollen machen, dann würde sich eine Schlange zwischen Hauptbahnhof und Hauptmarkt bilden. Das fänden die Leute auch nicht gut“, ist sich Franke sicher.

Klar ist: Unzählige Gäste aus Bayern und der ganzen Welt werden auch dieses Jahr wieder die Atmosphäre am Christkindlmarkt genießen. Lebkuchen, Glühwein und und andere Leckereien lockten in den vergangenen Jahren stets rund zwei Millionen Besucher an. Einer war am Freitag schon da: Ministerpräsident Markus Söder. Kein Wunder mag da mancher denken: Es gibt schließlich auch Bratwürste. (pel/till)

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