Kommunales

In Regensburg haben vier Kandidaten Chancen. (Foto: dpa)

07.03.2026

Kommunalwahl: Hier wird das Rennen besonders spannend

Von Bamberg bis Wertigen: In manchen Städten und Landkreisen scheint die Wahl bereits gelaufen – doch insbesondere, wo der Amtsinhaber nicht mehr antritt, wird es oft eng

In manchen Städten und Landkreisen wird es bei dieser Kommunalwahl besonders spannend – eine kleine Auswahl:

In Bamberg will eine ehemalige bayerische Staatsministerin den Chefsessel im Rathaus für die CSU erobern. Melanie Huml, einst Gesundheits- und Europaministerin, tritt bei der OB-Wahl an. Bisher hatte die bei Touristen und Ausflüglern beliebte Welterbe-Stadt einen SPD-Oberbürgermeister, Andreas Starke tritt jedoch nicht wieder an. Der Jurist war 2006 erstmals ins Amt gewählt worden. Seine Partei schickt nun Sebastian Niedermaier ins Rennen. Für die Grünen tritt der bisherige Zweite Bürgermeister Jonas Glüsenkamp an – ihm werden gerade im studentisch geprägten Milieu durchaus Chancen eingeräumt. 

Jens Marco Scherf, Landrat von Miltenberg, ließ seine Dienstgeschäfte monatelang aus gesundheitlichen Gründen ruhen und tritt bei der Kommunalwahl auch nicht mehr an. Der Grünen-Politiker war 2014 erstmals zum Landrat gewählt worden und hatte sich in der Migrationsdebatte auch bundesweit Gehör verschafft. Um das Amt bewerben sich fünf Kandidaten. Die größten Chancen dürften Björn Bartels (CSU) und Michael Schüßler (FW) haben.

In Regensburg haben gleich drei Kandidaten gute Chancen

In München hat seit Jahrzehnten fast durchgehend die SPD den Rathauschef gestellt. Der beliebte OB Dieter Reiter würde diese Tradition gerne beibehalten. Ex-Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner hat als früherer Wiesnchef einen gewissen Bekanntheitsgrad. Der 67-jährige Reiter, der nach einer Anhebung der Altersgrenze für hauptamtliche Bürgermeister durch die Söder-Regierung wieder antreten darf, gilt zwar als Favorit – zuletzt gab es aber Ärger um seine Tätigkeit als Verwaltungsbeiratsvorsitzender beim FC Bayern.

Wohl in keiner bayerischen Großstadt ist das Rennen um die Rathausspitze so offen wie in Regensburg. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) tritt nicht mehr an. Realistische Chancen haben: Bürgermeisterin Astrid Freudenstein (CSU), SPD-Fraktionschef Thomas Burger und die Grüne Helene Sigloch. Thomas Thurow von der Wählervereinigung „Brücke“ hat Außenseiterchancen.

In Schweinfurt müssen die Bürger einen neuen Oberbürgermeister wählen. Nach 16 Jahren und drei Amtsperioden tritt Rathauschef Sebastian Remelé (CSU) nun nicht mehr an. Sieben Bewerber gibt es um das Amt.

Wertingen: CSUler geht zu den Grünen

Einen ungewöhnlichen Seitentausch gibt es bei der Bürgermeisterwahl im schwäbischen Wertingen (Landkreis Dillingen an der Donau). Bernhard Uhl, der seit 2014 für die CSU Rathauschef in Zusmarshausen im Landkreis Augsburg war, tritt nun in Wertingen als parteiloser Bewerber für die Grünen an. Hintergrund ist, dass Uhl in Zusmarshausen CSU-intern nicht mehr unumstritten war. Daraufhin erklärte er die künftige Zusammenarbeit mit den Grünen und seinen Austritt bei den Christsozialen. Bei der Wahl wird Uhl auch von der SPD unterstützt.
(till/dpa)
 

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