Kommunales

Die Stadt München führt nach Protesten von Taxlern Mindestpreise für Fahrdienste wie Uber ein – Fahrten dürften künftig teurer werden. (Foto: dpa/Peter Kneffel)

28.04.2026

München beschließt Mindestpreise für Uber & Co.

Lange schwelte der Streit zwischen der Stadt München und der Taxi-Konkurrenz von Bolt oder Uber. Jetzt spricht der Stadtrat ein Machtwort. Fahrten werden dadurch deutlich teurer

Die Stadt München führt Mindestpreise für Fahrdienste wie Uber und Bolt ein. Ab dem 1. Juli 2026 müssen sich die Preise im Stadtgebiet am Taxitarif orientieren.

Nach Angaben der Anbieter werden Fahrten dadurch im Schnitt deutlich teurer – laut Uber um rund acht Euro pro Fahrt.

Preise orientieren sich am Taxitarif

Künftig gelten für Fahrdienste ähnliche Grund- und Kilometerpreise wie für Taxis, allerdings ohne bestimmte Zuschläge. Bislang lagen die Preise der Plattformen im Schnitt rund 40 Prozent unter den Taxitarifen.

Auch bei Taxis selbst gibt es Änderungen: Für längere Strecken sinken die Preise leicht. So wird etwa eine Fahrt vom Hauptbahnhof zum Flughafen günstiger.

Stadt reagiert auf Konflikt

Hintergrund der Entscheidung ist ein langjähriger Streit zwischen Stadt, Taxiunternehmen und Fahrdienstplattformen. Nach Erkenntnissen des Hauptzollamts München sollen Anbieter teils gegen arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften verstoßen haben.

Taxifahrer hatten wiederholt protestiert und Mindestpreise gefordert, um Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern.

Kritik von Plattformen

Die betroffenen Unternehmen kritisieren die Entscheidung scharf. Uber spricht von einem „planwirtschaftlichen Eingriff“, Bolt von einer „politisch verordneten Preiserhöhung“. Beide warnen vor steigenden Kosten für Fahrgäste und rechtlichen Unsicherheiten.

München ist nicht die erste Stadt mit solchen Regelungen, aber die bislang größte. (dpa)

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