Kommunales

Grundsteinlegung für ein großes Wohnungsbauprojekt der SWM an der Westend-/Zschokke-Straße mit Oberbürgermeister Dominik Krause, Gabriele Jahn (SWM Geschäftsführerin Personal, Immobilien, Bäder) und Bernhard Boeck (SWM Geschäftsbereichsleiter Immobilien). (Foto: dpa/Robert Haas)

18.06.2026

Münchens OB nimmt Tech-Konzerne beim Wohnungsbau in die Pflicht

Siemens & Co. haben es vor Jahrzehnten vorgemacht: Werkswohnungen gaben Mitarbeitern und ihren Familien Unterkunft im teuren München. OB Krause wünscht sich das auch heute – gerade von der IT-Branche

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) fordert von internationalen Großunternehmen ein stärkeres Engagement beim Wohnungsbau. Unternehmen, die sich in der Region ansiedeln und von deren Attraktivität profitieren, sollten nach seiner Ansicht auch Verantwortung für den angespannten Wohnungsmarkt übernehmen.

„Internationalität ist eine Bereicherung für die Stadt. Und natürlich findet die stärkste wirtschaftliche Entwicklung momentan im IT-Bereich statt“, sagte Krause der „Augsburger Allgemeinen“. Die Unternehmen nähmen vielfach Verantwortung bei der Stadtgestaltung wahr. „Aber ich sehe sie auch in der Pflicht beim Werkswohnungsbau.“

Wohnraummangel in München

In München fehlen aktuell mehrere Tausend Wohnungen. Gleichzeitig zählt die bayerische Landeshauptstadt zu den teuersten Wohnungsmärkten Deutschlands. Kritiker sehen den Zuzug gut verdienender Fachkräfte als zusätzlichen Belastungsfaktor für den angespannten Markt.

Zuletzt hatte unter anderem Google angekündigt, seine Präsenz in München weiter auszubauen.

Zustimmung aus dem Bauministerium

Unterstützung erhält Krause von Bayerns Bauminister Christian Bernreiter (CSU). Die Schaffung von Wohnraum sei ein Zusammenspiel von privaten, kommunalen und staatlichen Maßnahmen, sagte er der Zeitung.

Wenn Unternehmen zusätzliche Wohnungen errichteten, um im Wettbewerb um Fachkräfte attraktiver zu werden, sei das ausdrücklich zu begrüßen. (dpa)

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