Landtag

Ministerpräsident Markus Söder bei einem symbolischen Baumfoto 2020. Jetzt hat Bayern sein Klimaziel auf 2045 verschoben. (Foto: dpa/Peter Kneffel)

28.04.2026

Bayern kippt eigenes Klimaziel: Neutralität nun erst ab 2045

Ende 2022 waren sich CSU und Freie Wähler einig: Bis 2040 soll der Freistaat klimaneutral werden. Vier Jahre später beschließt das fast identische Kabinett eine Kehrtwende, die ihresgleichen sucht

Die bayerische Staatsregierung hat ihr eigenes Klimaziel aufgegeben. Statt wie bisher geplant bis 2040 soll der Freistaat nun erst 2045 klimaneutral werden. Damit übernimmt Bayern die Zielmarke des Bundes.

Das Kabinett in München setzte mit dem Beschluss den Schlusspunkt unter eine seit Jahren laufende Debatte. Das ursprünglich ambitioniertere Landesziel wird mit der Gesetzesnovelle gestrichen.

Regierung spricht von realistischer Anpassung

Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) verteidigte den Schritt. Es sei sinnvoll, das bayerische Ziel mit dem des Bundes zu verknüpfen. Die neue Zielmarke sei „sehr nah an der Ehrlichkeit“.

Ein eigenes Ziel behält Bayern jedoch bei: Die Treibhausgasemissionen pro Kopf sollen dauerhaft unter dem bundesweiten Durchschnitt liegen.

Kritik durch Studien gestützt

Wann das neue Klimagesetz in Kraft tritt, ist noch offen. Zunächst müssen Verbände angehört werden, anschließend entscheidet der Landtag.

Bereits seit Jahren zeigen Studien, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. Auch ein aktuelles Gutachten des Prognos-Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass der Ausbau von Stromnetzen und erneuerbaren Energien in Bayern zu langsam vorankommt. (dpa)

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