Leben in Bayern

Markus Söder im Büßerhemd beim Narrengericht in Stockach – am Ende musste er 150 Liter Strafwein akzeptieren. (Foto: dpa/Felix Kästle)

13.02.2026

150 Liter Strafwein für Markus Söder beim Narrengericht

Närrisches Urteil mit politischem Schlagabtausch: In Stockach wird Markus Söder wegen „Größenwahn“ und „Täuschung im Bierzelt“ schuldig gesprochen

Das traditionsreiche Narrengericht im baden-württembergischen Stockach hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zu 150 Litern Strafwein verurteilt. Der CSU-Chef wurde in allen drei Anklagepunkten schuldig gesprochen – unter anderem wegen „Täuschung im Bierzelt“, „Größenwahn“ und „Verrat an der guten konservativen Sache“.

Die Strafe von zweieinhalb Eimern Wein sei noch „relativ mild“, erklärte der Fastnachts-Richter. Zusätzlich wurde Söder zu einem gemeinsamen Oktoberfest-Besuch mit dem Narrengericht verpflichtet. Der Ministerpräsident nahm das Urteil an.

Im Büßerhemd vor dem „grobgünstigen“ Gericht

Zur Verhandlung erschien Söder im Büßerhemd. Das Gericht bezeichnete er als „durchgegenderte Bischofskonferenz in grünen Bademänteln“. Mit Blick auf politische Farbdebatten sagte er: „Mich hat Grün so gejuckt, dass es einmal fürs Leben reicht.“

Als Zeuge trat Ex-Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf. „Ich kenne den Angeklagten seit Jahren persönlich“, sagte er und plädierte auf Freispruch.

Politische Spitzen im närrischen Rahmen

Die Verhandlung am „schmotzigen“ Donnerstag gilt als Höhepunkt der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. In früheren Jahren saßen unter anderem Franz Josef Strauß und Angela Merkel auf der Anklagebank.

Söder nutzte die Bühne für Seitenhiebe: Bayern und Baden-Württemberg seien die „Lastesel der Nation“ – „die anderen machen Party und wir zahlen“. Am Ende blieb es beim närrischen Urteil, das als „rechtskräftig“ gilt. (dpa)

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