Politik

Nach einem Faschismus-Vergleich des neuen Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano fordert die CSU seinen Rücktritt. (Foto: dpa/Michael Bahlo)

22.06.2026

"Katastrophaler Fehlstart": CSU fordert Rücktritt von Linke-Chef Pantisano

Eine Äußerung von Luigi Pantisano über die CDU löst parteiübergreifend Kritik aus. Der neue Linken-Vorsitzende nennt seine Formulierung inzwischen selbst unglücklich – die CSU fordert dennoch seinen sofortigen Rücktritt

Die CSU fordert den Rücktritt des neuen Linken-Vorsitzenden Luigi Pantisano. Auslöser ist eine Aussage, in der Pantisano die Politik der CDU mit faschistischer Politik in Verbindung gebracht hatte.

CSU-Generalsekretär Martin Huber sprach von einem "katastrophalen Fehlstart". Wer die Union mit Faschisten gleichsetze, gefährde den politischen Diskurs und greife die Demokratie an, sagte Huber.

Kritik nach CDU-Vergleich

Pantisano hatte in einem Interview gesagt, es gebe keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik mache, der AfD und Faschisten selbst. Die Aussage fiel wenige Stunden vor seiner Wahl zum Parteivorsitzenden.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann reagierte empört. Auch aus der Linken gab es Irritationen über die Formulierung.

Pantisano nennt Aussage "unglücklich"

Der Linken-Politiker räumte auf Nachfrage ein, seine Aussage sei verkürzt und unglücklich gewesen. Er wolle nicht CDU und AfD gleichsetzen, sagte Pantisano.

Sein Punkt sei, dass Parteien wie die CDU aus seiner Sicht Positionen der AfD übernähmen und diese dadurch stärkten. Entscheidend sei für ihn, ob menschenfeindliche Politik umgesetzt werde.

Rücktrittsforderungen aus der Union

Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte Pantisano einen Rückzug aus der Politik nahegelegt. Wer CDU, AfD und Faschisten gleichsetze, habe sich für einen ernsthaften demokratischen Austausch disqualifiziert, sagte Günther.

Huber ging in seiner Kritik noch weiter und warf der Linken vor, sich von demokratischen Positionen zu entfernen. (dpa)

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