Politik

Markus Söder (CSU) nimmt am Roll-Out des Leopard 2A8 und der Panzerhaubitze 2000 des Rüstungskonzerns KNDS teil. Im Hintergrund stehen zwei Leopard 2A8 (links und rechts) und die Panzerhaubitze 2000 (Mitte). (Foto: dpa/Sven Hoppe)

18.02.2026

Söder bleibt bei Forderung für Wehrpflicht in Deutschland

Die Koalition von Union und SPD hat sich darauf geeinigt, die Aufstockung der Bundeswehr zunächst ohne Zwang erreichen zu wollen. Die CSU hat das mitgetragen, zufrieden ist sie damit aber nicht

Beim politischen Aschermittwoch in Passau bekräftigt CSU-Chef Markus Söder seine Forderung nach einer allgemeinen Dienst- und Wehrpflicht. Die Bundeswehr brauche mehr Soldatinnen und Soldaten, um Nato und Landesgrenzen zu schützen.

„Wir brauchen mehr Soldatinnen und Soldaten, um Nato und Landesgrenze zu schützen. Und deswegen braucht es eine Dienst- und Wehrpflicht, und zwar eine richtige“, sagte Söder. Wer Deutschland liebe, sei auch für die Bundeswehr.

Kritik an Extremisten

Söder griff in seiner Rede auch politische Ränder an. „Die sind dagegen, gegen die Bundeswehr. Freunde, um unser Land zu schützen, da brauchen wir Patrioten, aber keine Memmen. Und es würde in diesen Links- und Rechtsextremen mal guttun, bei der Bundeswehr zu sein und da mal ein bisschen was zu lernen. Antreten statt ankleben, putzen statt protestieren. Wer sein Land liebt, der tut auch was dafür“, sagte er.

Neuer Wehrdienst gestartet

Seit 1. Januar ist das Gesetz für den neuen Wehrdienst in Kraft. Die Bundeswehr versucht nun, per Fragebogen Freiwillige zu gewinnen. Alle volljährig werdenden Männer und Frauen erhalten einen Fragebogen zur Eignung und Motivation. Männer müssen ihn verpflichtend ausfüllen, für Frauen ist dies freiwillig.

Hintergrund ist die sicherheitspolitische Lage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und die angepassten Nato-Ziele. Die aktive Truppe soll von zuletzt gut 180.000 auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten wachsen, hinzu kommen 200.000 Reservistinnen und Reservisten. (dpa)

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