Wirtschaft

Symbolisch für die trilateralen Beziehungen steht der sogenannte Dreiländerpunkt im ostsächsischen Zittau am Ufer der Neiße. Dort treffen die Grenzen von Deutschland, Polen und Tschechien aufeinander. Der Handel mit den beiden osteuropäischen Staaten wird für Deutschland immer wichtiger. (Foto: picture-alliance/ZB, Matthias Hiekel)

24.02.2026

Handel mit Osteuropa wächst überdurchschnittlich

Polen und Tschechien sind für den deutschen Außenhandel wichtiger als Indien und die Mercosur-Staaten. Wegen der Bedeutung Osteuropas wünscht sich die Wirtschaft auch eine größere EU

Deutschlands Außenhandel mit Osteuropa und den früheren sowjetischen Teilrepubliken ist im vergangenen Jahr überdurchschnittlich gewachsen. Wie der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft mitteilte, stieg das Handelsvolumen um 3,4 Prozent auf gut 550 Milliarden Euro und damit stärker als der deutsche Außenhandel (+ 2,4 %) insgesamt.

Handelsabkommen mit Indien und den südamerikanischen Mercosur-Staaten seien die Zukunft - "aber die Gegenwart heißt Mittel- und Osteuropa", betonte die Ost-Ausschuss-Vorsitzende Cathrina Claas-Mühlhäuser bei einer Pressekonferenz in Berlin. Der 1952 gegründete Ausschuss fördert die Handelsbeziehungen mit 29 Ländern in Osteuropa und Zentralasien. Ihm gehören rund 350 Unternehmen und Verbände an.

Mehr Exporte nach Polen und Tschechien

Den Angaben zufolge geht derzeit fast jedes fünfte deutsche Exportprodukt in die 29 Länder dieser Region. Claas-Mühlhäuser sprach deshalb von einem "Stabilitätsanker für den deutschen Außenhandel". 

Das Volumen der deutschen Exporte in die Region kletterte im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent auf 288 Milliarden Euro. Allein die Ausfuhren nach Polen und Tschechien legten um insgesamt fast 9 Milliarden Euro zu. Polen ist Deutschland viertgrößter Absatzmarkt vor Italien und China. Die Einfuhren aus der Region stiegen im gleichen Zeitraum um 3,6 Prozent auf 262 Milliarden Euro. 

Die wachsende Bedeutung der Region unterstreicht auch eine Umfrage, die der Ost-Ausschuss gemeinsam mit der Unternehmensberatung KPMG durchgeführt hat. Demnach wollen 41 Prozent der befragten Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten dort investieren. Vor diesem Hintergrund wirbt der Ausschuss für mehr Tempo und eine größere Flexibilität bei der EU-Erweiterung. Ländern wie den Balkan-Staaten und der Ukraine soll so der Weg in die Europäische Union erleichtert werden.
(Axel Hofmann, dpa)

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